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Windpark auf der Unkeler Höhe soll bis Ende 2014 errichtet werden

Spätestens bis zum 31. Dezember 2014 sollen sich Windräder auf der Unkeler Höhe drehen. Dies sei ein ehrgeiziges aber erreichbares Ziel für die Inbetriebnahme eines Windparks in der Verbandsgemeinde Unkel, erläuterte Dr. Heinz Schmitz, einer der Sprecher der überparteilichen Bürgerinitiative "Unsere Wind-Energie" (UWE), beim gut besuchten Kommunalpolitischen Stammtisch der CDU Unkel.

Knut von Wülfing, stv. CDU-Vorsitzender, betonte: ”Nach dem vom Bundestag beschlossenen Atomausstieg ist eine Neuausrichtung unserer Energieversorgung erforderlich. Die Windkraft kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.” Deshalb hat der Verbandsgemeinderat Unkel die Verwaltung Anfang Oktober beauftragt, eine Änderung des Flächennutzungsplans vorzubereiten, um auf den Höhenlagen der Verbandsgemeinde die Nutzung von Windenergie zu ermöglichen. Dazu wurde auch ein Vogelschutzgutachten in Auftrag gegeben. Die genaue Fläche für einen möglichen Windpark zwischen dem Auge Gottes und dem Asberg sowie der Landesgrenze und dem Kasbachtal wird sich erst nach Auswertung der Naturschutz-Gutachten ergeben.

“Auf den Höhenlagen von Bruchhausen, Erpel, Rheinbreitbach und Unkel gibt es gute Möglichkeiten, Strom aus Wind zu erzeugen”, unterstrich Dr. Schmitz mit Hinweis auf ein Gutachten, das für die Verbandsgemeinden Linz und Unkel bereits 2009 erstellt wurde. Ziel der geplanten Änderung des Flächennutzungsplans sei es, Flächen zur Nutzung der Windenergie in der Verbandsgemeinde auszuweisen und andere Flächen für die Wind-Nutzung auszuschließen. “Die Windenergie ist eine große Chance für unsere Umwelt, für unsere Gemeinden und für die Bürger”, betonte der Sprecher der UWE-Initiative. Bei der Planung, der Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen werde strikt darauf geachtet, dass die Anwohner nicht beeinträchtigt werden. Geräusche würden durch technische Vorkehrungen und große Abstände zu Wohngebieten von den Anwohnern ferngehalten. Dadurch werde auch die Verschattung von Wohngebieten durch rotierende Windräder vermieden. Gewisse Beeinträchtigungen seien jedoch unvermeidlich: So würden die Windräder sich über den Baumwipfeln drehen und weithin sichtbar sein.

Dr. Schmitz erwartet, dass durch die Stromerzeugung in dem möglichen Windpark im Jahr 20.000 bis 30.000 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid eingespart würden. “Das entspricht dem Kohlendioxid-Ausstoß 10.000 bis 15.000 Pkw. Somit sind die Windanlagen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.” Die erzeugte Strommenge würde rechnerisch ausreichen, um nicht nur die Verbandsgemeinde Unkel, sondern auch noch Bad Honnef zu versorgen.

Auch finanziell seien Windenergieanlagen für die Orte der Verbandsgemeinde interessant. Die infrage kommenden Flächen sind zum größten Teil im Eigentum der Ortsgemeinden Bruchhausen, Erpel und Rheinbreitbach sowie der Stadt Unkel. Allein aus der Nutzung der Grundstücke könnten die Kommunen jährlich sechsstellige Eurobeträge erwarten, garantiert für mindestens 20 Jahre. Hinzu kämen erhebliche Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Vor der genauen Flächenausweisung für die Windenergieanlagen solle ein Interessenausgleich aller Grundstückseigentümer der möglichen Flächen einschließlich der Privatwaldbesitzer angestrebt werden, empfahl Dr. Schmitz, der auch Mitglied der Verbandsgemeinderates ist.

Alfons Mußhoff ::: 07.11.11
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