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Rüddel fordert barrierefreie Bahnhöfe im Kreis Neuwied

„Die Deutsche Bahn ist auch im Kreis Neuwied gefordert, barrierefreie Zugangsmöglichkeiten durch die Einrichtung von Aufzügen bei den Bahnhöfen sicherzustellen“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. „Das gilt vor allem mit Blick auf Reisende, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.“

Die Beantwortung einer entsprechenden Anfrage an Bahnchef Dr. Rüdiger Grube stellt den Bundestagsabgeordneten, der Mitglied in der überparteilichen „Parlamentsgruppe Schienenverkehr“ ist, indes nicht zufrieden.

So verweist die Bahn darauf, dass sie bundesweit rund 5.400 Personenbahnhöfe und Haltepunkte betreibt. Viele dieser Bahnhöfe seien in der Vergangenheit bereits behindertengerecht gestaltet worden und ermöglichten somit auch mobilitätseingeschränkten Kunden eine tageszeitunabhängige Nutzung ohne personelle Hilfestellung.

Speziell im Kreis Neuwied befinde sich derzeit der Bahnhof der Deichstadt im Umbau. Ziel der aus Mitteln der Konjunkturpakete des Bundes finanzierten Modernisierungsmaßnahmen sei es, die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Dazu zählten neben der Verbesserung des Erscheinungsbildes und der Informationsqualität auch die Steigerung des Sicherheitsempfindens durch Verbesserung von Beleuchtungsanlagen sowie ein verbesserter Wetterschutz. „Zur barrierefreien Erschließung des Bahnhofs Neuwied werden zusätzlich noch zwei Aufzüge installiert“, heißt es in dem Antwortschreiben der Deutschen Bahn AG.

Der Forderung von Rüddel, alle relevanten Bahnhöfe im Kreis Neuwied durch Aufzüge barrierefrei zu gestalten, wird hingegen nicht entsprochen. „Leider ist die Reisendenzahl der weiterhin von Ihnen benannten Bahnhöfe im Kreis Neuwied so niedrig, dass sich hier eine Erschließung mittels Aufzüge wirtschaftlich nicht darstellen lässt“, erklärt die Bahn in ihrem Schreiben.

Für diese Stationen, so die Bahn, sei daher ein barrierefreier Ausbau, zum Beispiel mittels Rampen, im Rahmen kommunaler Projekte mit anteiliger Landesfinanzierung denkbar. Hierzu stehe man mit dem Zweckverband SPNV-Nord und dem Land Rheinland-Pfalz im Gespräch.

„Die Deutsche Bahn darf nicht vergessen, dass sie gegenüber ihrer Kundschaft, und dazu zählen auch gehandicapte, mobilitätseingeschränkte Reisende, eine Sorgfaltspflicht hat, und dass sie diese nicht auf Kommunen oder andere Geldgeber verlagern kann. Einmal mehr ist die Bahn hier gefordert, ihren selbst gesetzten Maßstäben gerecht zu werden“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Alfons Mußhoff ::: 19.10.10
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