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CDU-Fraktion beantragt Umwandlung der Stefan-Andres Regionalen Schule in eine Integrierte Gesamtschule

In der gestrigen Sitzung der CDU-Fraktion des Verbandsgemeinderates wurde der einstimmige Beschluss gefasst, im Verbandsgemeinderat die Umwandlung der Stefan-Andres Regionalen Schule in eine Integrierte Gesamtschule im Rahmen der geplanten Schulreform des Landes Rheinland-Pfalz zu beantragen.
An der Fraktionssitzung nahm auch das FWG-Verbandsgemeinderatsmitglied Beate Lister teil, die sich dem Antrag vollinhaltlich anschloss.
Der Sitzung war ein ausführliches Informationsgespräch mit der Schulleitung der Stefan Andres Regionalen Schule vorausgegangen, in dem die Rektorin Bettina Stenz und der Konrektor Wolfgang Fieck den einhelligen Wunsch des Lehrerkollegiums zur Einrichtung der Integrierten Gesamtschule vortrugen. Dieses Ansinnen wurde auch von der Elternschaft, vertreten durch die Schulelternsprecherin Iris Rosen und den Vorsitzenden des Fördervereins der Schule, Achim Zielke unterstützt. Zunächst konnte sich die CDU-Fraktion von der hervorragenden pädagogischen Arbeit des gesamten Lehrerkollegiums überzeugen, die zu einer hohen Anerkennung der Unkeler Schule bei den weiterführenden Schulen geführt hat. So konnte auch der CDU-Fraktionssprecher aus seiner früheren Tätigkeit am Friedrich-List-Berufskolleg in Bonn berichten, dass Schülerinnen und Schüler der Unkeler Schule hier wegen ihrer guten Vorbildung und Arbeitshaltung immer gerne aufgenommen wurden. Durch die Umwandlung der früheren Hauptschule zur Regionalen Schule vor sechs Jahren konnte bereits eine interessante Erweiterung des Schulangebots am Standort Unkel erreicht werden. Um künftig auch bei sinkenden Schülerzahlen den Schulstandort Unkel sichern und erhalten zu können, ist es für die CDU-Fraktion sinnvoll, rechtzeitig die Weichen für die weitere Entwicklung der Schule zu stellen.
Die von der Landesregierung angekündigte Schaffung „neuer Schulstrukturen in Rheinland-Pfalz“ ist für die CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat der Anlass, die Kultusministerin in die Pflicht zu nehmen. Zwar ist außer der Ankündigung, „das künftige Angebot der weiterführenden Schulen umfasse neben dem Gymnasium und der Integrierten Gesamtschule (IGS) die neue Realschule plus“ (Pressedienst des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur vom 30.10.2007), noch nicht viel Substanz in der angestrebten Schulreform zu erkennen, aber immerhin sollen „bereits zum Schuljahr 2009/10 die ersten Realschulen plus errichtet werden“ (s.o.). An diesen Schulen soll dann auch die Fachhochschulreife erworben werden können, die derzeit im Wesentlichen nur an den Berufsbildenden Schulen angeboten wird. Natürlich regt sich von dieser Seite schon erhebliche Kritik an der „Reform“, da ein Abwandern von Schülerinnen und Schülern befürchtet wird.

Nach Ansicht des CDU-Fraktionssprechers im VG-Rat, Edgar Neustein, ist vieles an der angekündigten Strukturveränderung der Schulen in Rheinland-Pfalz noch unausgegoren, verschwommen und unklar definiert, auch fehlen noch völlig die Ausführungsbestimmungen, und dennoch sind schon Fristen festgesetzt, denn ab dem Schuljahr 2013/14 sollen laut Ahnen die neuen Schulstrukturen gesetzlich verbindlich sein. Kein Wunder, dass die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in der Presse von „Mogelpackung und Veräppelung“ spricht.
Von daher ist auch zu verstehen, dass die VG-Ratsmitglieder der CDU und FWG-Ratsfrau Beate Lister lange und intensiv zu beraten hatten, bis sie sich zu dem Antrag an den Verbandsgemeinderat zur Einrichtung der Integrierten Gesamtschule durchringen konnten.
„Zwar weiß noch niemand derzeit genau, wo die SPD-Kultusministerin das Schulschiff hinsteuert“, sagt der CDU-Fraktionssprecher Edgar Neustein, „wir sehen uns aber für unsere Unkeler Schule in der Verantwortung, und deshalb wollen wir mit unserem Antrag deutlich machen, dass wir den Schulstandort Unkel auch nach jeder wie auch immer gearteten Veränderung gestärkt sehen wollen. Wir sind gegenüber den Kindern und Jugendliche in der Verbandsgemeinde und ihren Eltern in der Pflicht, und wir wollen an unserer Schule ein möglichst breit gestreutes Angebot an Abschlüssen, die hier erworben werden können.“
An der Schulträgerschaft der Verbandsgemeinde will die CDU-Fraktion auf keinen Fall rütteln lassen: „Die Schule ist bei uns besser aufgehoben als beim finanziell maroden Kreis Neuwied. Und die Grundschulen in Erpel und Rheinbreitbach sollen in der Trägerschaft der Ortsgemeinden bleiben, hier steht der Ort für die Schulen ein, und die Schulen leben in der Gemeinschaft des Dorfes. Das ist gut so, und es gibt keinen Grund dies zu ändern.“
Die CDU-Fraktion bittet auch die übrigen im VG-Rat vertretenen Fraktionen, sich diesem Antrag anzuschließen und gemeinsam für den Schulstandort Unkel einzutreten.

Alfons Mußhoff ::: 26.09.08
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