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Erwin Rüddel fordert: „Nachts Tempo 50 km/h als Limit für Güterzüge!“

Im Rheintal fahren seit Jahren immer mehr Güterzüge mitten durch die Dörfer und Städte und verursachen Lärm und Erschütterungen in einer erheblichen Dimension. Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel setzt sich seit Jahren für besseren Lärmschutz bei Güterzügen ein. „Es ist in den letzten Jahren zwar viel in Sachen Lärmschutz passiert. Aber die ständige Zunahme des Güterverkehrs konterkariert viele Erfolge“, so der Abgeordnete. Deshalb müsse es kurzfristig weitere Konsequenzen geben.


Eine Alternativstrecke über den Hunsrück liege in weiter Ferne. Auch die Umrüstung aller Waggons auf neue Bremsen aus Kunststoff, die die Züge leiser machen sollen, brauche noch bis mindestens 2020. Dann soll sich der Lärmpegel bei Güterzügen halbiert haben. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 werden deutschlandweit lärmabhängige Trassenpreise eingeführt. Damit werden laute Transporte teurer als leise. Die Mehreinnahmen der Bahn sollen zur Finanzierung der Umrüstung älterer Waggons verwendet werden. Das Bundesverkehrsministerium erklärte dazu, es werde einen Bonus für bereits auf Flüsterbremsen umgerüstete Güterwagons auf acht Jahre mitfinanzieren. So könnten 180.000 Waggons umgerüstet und bis 2020 die Lärmbelästigung halbiert werden.

Das dauert dem CDU-Abgeordneten zu lange. Deshalb fordert Erwin Rüddel, dass Güterzüge im Rheintal aufgrund der besonderen Verkehrsdichte und der Topographie innerhalb geschlossener Ortschaften nicht schneller als 50 km/h fahren dürfen. Das Recht der Anwohner auf Nachtruhe zumindest von 00.00Uhr bis 06.00 Uhr sei hier höher zu bewerten als die wirtschaftlichen Interessen der Betreiber.

Er fordert die Deutsche Bahn AG zudem auf, den Betrieb auf der Rheinstrecke so zu organisieren, dass Emissionen verhindert und unvermeidbare Emissionen auf ein Mindestmaß reduziert werden. Im Gespräch mit dem Bundesverkehrsministerium will er erreichen, dass in Einzelfällen zusätzlich individuelle Lärmschutzmaßnahmen die Belastung der Betroffenen im Rheintal senken.


Alfons Mußhoff ::: 17.04.12
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